Seit 2015 hat unsere Kirche im Turm einen Falkenkasten.

Damals hatte die Klasse 6d der Adolph-Diesterweg-Grundschule unter der Klassenlehrerin Frau Schoeneich im Werkunterricht Kästen bauen lassen und unserer Gemeinde angeboten (Zum Infobrief).  Lange blieb er verwaist.

Zum Jahr

2020
2021

2020

Im März 2020 hatten wir dann Gewissheit: Ein Turmfalkenpärchen war eingezogen! So haben wir in der immer enger besiedelten städtischen Umgebung eine Brutstätte anbieten können. Außerdem sind im gleichen Frühjahr auf der Westseite unserer Kirche Dohlen ins Gebälk eingezogen. Dohlen leben mit uns in Städten und Dörfern, doch immer mehr ihrer Brutnischen werden vom Menschen verschlossen. So freuen wir uns, dass auch sie hier eine Heimat gefunden haben.

 

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 Unter der fachkundigen Anleitung von Konrad Bauer vom NABU konnte am 20. Mai 2020 eine Brutkontrolle am Falkenkasten unseres Kirchturms stattfinden. Drei bereits sperlingsgroße Küken saßen munter im Nest. Auch bei den Dohlen konnte man den Nachwuchs bereits lautstark wahrnehmen, z. B. beim Freiluftgottesdienst zu Pfingsten. So wird unsere Kirche auch auf eine ganz andere Art Lebensraum.

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Im Juni wurden die Vögel flügge. Noch eine kurze Rast auf dem Kirchturm, dann flog das letzte Falkenjunge in die Bäume am Lindenweiher. Auch die Dohlen sind aus dem Nest und werden in den Bäumen vor der Kirche gefüttert.

200613 Dohlenfuetterung200613 Falkenjungvogel

2021

Im Frühjahr 2021 ist in unsere Kirche die dritte Vogelart eingezogen: Ein Pärchen des Hausrotschwanzes zieht im Kirchturm seine Jungen auf. Während unsere Dohlen noch immer den Dachkasten an der Westseite bevorzugen und uns beim Pfingstgottesdienst lautstark unterstützt haben, fliegt auch das Falkenpaar den Kasten wieder an und brütet.

Küken des Hausrotschwanzes

Unsere Kirche hat am 11. Juli 2021 im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes die Auszeichnung Lebensraum Kirchturm des NABU verliehen bekommen. Herr Konrad Bauer vom Naturschutzbund NABU machte deutlich, dass dieses Engagement sehr wertvoll ist, da die in unserer Kirche brütenden Vögel kaum noch geeignete Brutplätze finden. Herr Jörg Romanski hob die Verantwortung hervor, die besonders die vielen Gartenbesitzer in der Gemeinde für ihr kleines Teil an Gottes Schöpfung besitzen, damit mit Insekten und Mäusen auch genug (unvergiftetes) Futter für unsere Vögel vorhanden ist.

Tags zuvor wurden drei der vier Falkenküken vom Vogelberinger Herrn Luis Langfeld beringt, so dass ihr Verbleib nachvollzogen werden kann.